HPI Savage XS Flux – der zweite Eindruck

Nachdem der erste Eindruck des HPI Savage XS Flux beim Auspacken eigentlich recht überzeugend war, hat sich dieses positive Bild bei der ersten Inbetriebnahme leider ein wenig gewandelt. :-(

Fernbedienung und Empfänger mußten erst einmal miteinander verbunden werden, bevor überhaupt eine Reaktion des Savage XS auf die Befehle der Fernsteuerung zu erwarten war. Nicht schlimm, aber auch nicht gerade elegant, zumal dafür ja das Öffnen der spritzwassergeschützten RC-Box erforderlich ist. Und jedes Öffnen und Schließen der RC-Box tut den Dichtungen nicht gerade gut und erhöht damit das Risiko, daß die Wasserdichtigkeit danach nicht mehr vollständig gegeben sein könnte.

HPI Savage XS Flux: Demontage zum Ersetzen des MotorritzelsNach dem ersten Zucken der Räder war dann auf weitere Gasbefehle nur noch das Summen des Motors zu hören. Das Motorritzel hatte sich wohl gelöst. Die interessante, sowie sicherlich auch sehr verwindungssteife und robuste Konstruktion, mit den beiden senkrecht stehenden Chassis-Platten (TVP – Twin Vertical Plate Chassis) zeigte sich nun von ihrer unangenehmsten Seite:
Nach dem Abnehmen der linken Verkleidung, hinter der sich der Motor verbirgt, wurde recht schnell klar, daß der Aufwand, um an den Motor zu kommen, wohl doch etwas größer sein dürfte. Ein kurzer Blick in die vorbildliche Anleitung brachte dann auch die ernüchternde Gewissheit. Nach dem Abnehmen, der Seitenverkleidung und des Überroll- beziehungsweise Tragebügels, muß auch der gesamte Motorträger nebst Getriebe und der Antriebswellen ausgebaut werden. Wohlgemerkt: nur um an das Motorritzel heranzukommen!

HPI Savage XS Flux: Motor ausgebautWeiterhin ist mir beim Lösen der Schrauben am Motor aufgefallen, daß eine Schraube sehr fest saß. Beim Herausdrehen kam mir dann etwas weißes mehliges entgegen. Das Gewinde der Schraube schien aber einwandfrei zu sein. Und auch beim erneuten Hereindrehen gab es keinen übermäßigen Widerstand. Eine Beschädigung des Gewindes halte ich daher für unwahrscheinlich. Vielleicht war es auch nur eine Art Schraubensicherungslack?

Nachdem die Madenschraube des Motorritzels dann angezogen und wieder alles zusammengebaut war, lief der Savage XS Flux dann auch wie erwartet. Sicherlich sind das keine groben Schnitzer – schließlich habe ich auch bei meinen Traxxas-Modellen die ein oder andere Schraube nachziehen müssen. Aber gerade bei einer solch aufwändigen Konstruktion, wie der des HPI Savage XS Flux, sollte bei der Montage ab Werk, vor allem bei schlecht erreichbaren Bauteilen, vielleicht doch ein wenig mehr Sorgfalt vorherrschen.

Generell weiß ich nach dieser Erfahrung die vergleichsweise schlichten, aber sehr funktionalen und wartungsfreundlichen Konstruktionen meiner Traxxas-Modelle um so mehr zu schätzen! Beim Stampede 4×4 VXL muß beispielsweise nur eine Schraube einer Abdeckung gelöst werden, um das Motorritzel nachziehen oder wechseln zu können. In Sachen Alltagstauglichkeit und Wartungsfreundlichkeit haben die Traxxas-Fahrzeuge da die Nase ganz klar vorne.

Nun bleibt aber erste einmal abzuwarten, wie sich der kleine Savage im Fahrbetrieb so macht! Denn schließlich ist es ja vorrangig ein Fahrzeug und kein Schraubzeug… :-)

» Weitere Infos zum HPI Savage XS Flux

In diesem Beitrag erwähnte RC-Fahrzeuge, Zubehör- und Tuningteile:
HPI Savage XS Flux (106572)
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