Thunder Tiger e-MTA: 5 kleine Verbesserungen

Ich halte den e-MTA von Thunder Tiger für ein Offroad-Car, das man schon aus der Schachtel heraus recht gut fahren kann. Trotzdem kann man mit ein paar kleinen Veränderungen die Haltbarkeit des e-MTA verbessern und den Wartungsaufwand reduzieren. Hier möchte ich fünf solcher kleinen Tuningmaßnahmen vorstellen, die ich an meinem e-MTA durchgeführt habe:

Verstärkung für die Wheelie-Bar am e-MTA1 – Stabilisierung der Wheelie-Bar:
Normalerweise bin ich kein großer Fan von Wheelie-Bars. Beim e-MTA macht die Verwendung einer solchen jedoch durchaus Sinn.
Obwohl die Wheelie-Bar des e-MTA auf den ersten Blick einen recht robusten Eindruck macht, hat sie doch auch ihre Schwachstelle. Bei dauerhaftem Einsatz neigt sie dazu sich nach rechts oder Links zu verbiegen bis sie irgendwann unbrauchbar ist.

Verstärkung für die Wheelie-Bar am e-MTAUm das künftig zu verhindern habe ich ein Stück einer drei Millimeter dicken Kunststoffplatte aus dem Baumarkt so in Form geschnitten, daß sie genau zwischen die beiden oberen Streben passt, mit denen die Wheelie-Bar am Chassis befestigt ist. Zwei dieser Platten übereinander gelegt und miteinander verklebt passen mit einer Höhe von insgesamt etwa sechs Millimetern genau in die Vertiefung der Streben und sitzen schon beim hereinstecken schön stramm. Diese Stabilisierungsplatte stützt nun die beiden Schenkel der Wheeli-Bar-Halterung bei seitlicher Belastung gegeneinander so ab, daß sie sich kaum noch verbiegen lässt. Sollte die Platte im Einsatz wider Erwarten doch einmal herausspringen, dann kann man sie zusätzlich noch mit den Streben verkleben oder einfach einen Kabelbinder um die Wheelie-Bar herum machen.

2 – Abdichtung der offenen Motorwelle am hinteren Lagerschild:
Die Motorwelle des Ripper IBL-40/20 ist am hinteren Lagerschild offen gelagert. Dadurch kann im Betrieb Staub, feiner Sand oder Feuchtigkeit sehr leicht in das hintere Motorlager geraten und dieses auf Dauer beschädigen.
Da die Welle ein klein wenig über das Lagerschild heraussteht, kann man nicht einfach etwas plan darüberkleben. Es würde Reibung und etwas Hitze entstehen. Vor allem aber würde eine solche Abdichtung Abdichtung Lager am Ripper IBL-40/20nicht sehr lange halten.
Daher habe ich mir aus einem doppelseitigen Klebepad (wie es zur Befestigung von Empfängern oder Reglern verwendet wird) ein rundes Stück herausgeschnitten und innen mit einem Loch versehen. Darauf habe ich dann ein, ebenfalls rund ausgeschnittenes, Stück Gummi geklebt. Durch die Materialstäre des Klebepads ist nun genug Luft, daß die Motorwelle frei drehen kann.

Abdichtung Lager am Ripper IBL-40/20    Abdichtung Lager am Ripper IBL-40/20    Abdichtung Lager am Ripper IBL-40/20

Sicherung der Stoßdämpferclips am e-MTA3 – Sicherung der Stoßdämpferclips:
Die Stoßdämpferclips (zumindest die am e-MTA der ersten Generation mit den liegenden Stoßdämpfern) neigen dazu sich zu verselbständigen. Da sie etwas wenig Vorspannung und Materialstärke haben, können sie im Betrieb über die Stoßdämpferkappe wegrutschen und verloren gehen. Dagegen habe ich sie einfach mit einem kleinen Kabelbinder gesichert.

4 – Kugellager für die Lenkpfosten:
Die Umlenkhebel des Lenkgestänges am e-MTA sind mit einfachen Kunststoffbuchsen auf den Lenkpfosten gelagert. Diese würden im Laufe der Zeit durch Belastung und eindringenden Schmutz verschleißen und ausschlagen. Dadurch bekäme die Lenkung unnötiges Spiel und würde spürbar an Genauigkeit verlieren.
Deshalb habe ich die Kunststoffbuchsen durch passende gummigedichtete Kugellager der Größe 5 x 10 x 4 mm ersetzt. Die Kunststoffbuchsen haben im Gegensatz zu den Kugellagern jedoch noch einen etwa einen Kugellager für die Lenkung am e-MTAMillimeter hohen Überstand im Bereich des Loches für die Lenkpfosten. Dieser verhindert unnötiges axiales Spiel und ermöglichen es, die Schrauben an den Lenkpfosten fest anzuziehen, ohne die Lenkhebel dabei zu blockieren. Eine normale Unterlegscheibe wäre hier im Innen- und Außendurchmesser jeweils zu groß und könnte diesen Zweck nicht zuverlässig erfüllen. Daher habe ich mir mit jeweils zwei fünf Millimeter Teflonscheiben beholfen, die ich noch als Ersatzteil für meine Traxxas-Modelle da hatte.

e-MTA: Abdeckung Regler mit Lüftungsöffnung5 – Abdeckung für den Regler mit Lüftungsöffnung:
Es wird beim e-MTA allgemein empfohlen die aufgeclipste Abdeckung am Reglergehäuse nur bei kaltem und feuchtem Wetter zu benutzen. Wenn es trocken und warm ist soll man sie besser weglassen um dem Regler eine bessere Kühlung zu ermöglichen.
Das ist sicherlich einfach und funktional. Aber leider kommt dann für meinen Geschmack schon etwas arg viel Schmutz in das Abteil für den Regler, was mir irgendwie nicht so richtig gefallen mag. Spätestens bei e-MTA: Abdeckung Regler mit Lüftungsöffnungkleinen Steinen, die in den Lüfter des Reglers geraten können, kann das sogar zum Problem werden.
Also habe ich die Abdeckung so umgebaut, daß sie eine gute Belüftung zulässt, aber doch wenigstens noch ein gewisses Maß an Schutz gegen Verschmutzung bietet. Ich habe zwei größere Löcher in den Deckel gebohrt und auf Form aufgefeilt. Ursprünglich wollte ich einfach Fliegengitter dahinterkleben. Dann habe ich aber im Keller noch etwas Fahnenstoff gefunden. Der ist engmaschig und luftdurchlässsig und e-MTA: Abdeckung Regler mit Lüftungsöffnungsieht dazu auch noch gar nicht so schlecht aus! Eingeklebt habe ich ihn mit schwarzem Shoe Goo.
Bei wirklich nassem Wetter oder im Winter bei Schnee werde ich vorerst die zweite flache, dem e-MTA beiliegende, Abdeckung verwenden. Aber abgesehen davon werde ich mal testen inwieweit ich mit dieser modifizierten Abdeckung gute Belüftung bei gleichzeitig verbessertem Schutz gegen Verschmutzung erreichen kann. Richtig interessant wird sie aber natürlich erst, wenn ich den Regler mit Plasti Dip wasserdicht e-MTA: Abdeckung Regler mit Dreckschutzmache oder gleich einen neuen spritzwassergeschützten Regler einbaue.
Für die richtig warmen Tage habe ich nach dem gleichen Prinzip noch eine weitere Variante gebaut. Diese verzichtet vollständig auf den aufgesetzten Deckel und bietet entsprechend noch mehr Belüftung. Dafür ist man mit dieser unterwegs nicht ganz so flexibel.

Das gesamte Material für alle oben genannten Modifikationen am e-MTA hatte ich noch im Hobbykeller vorrätig. Die Beschaffung irgendwelcher speziellen Teile war nicht erforderlich. Und je nach dem, was der eigene Haushalt so hergibt, kann man sich sicherlich auch mit anderen Materialien behelfen. OK – mal abgesehen von den Kugellagern für die Lenkung. Die sollten natürlich schon passen! ;-)

» Weitere Infos zum Thunder Tiger e-MTA
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